Nürnberger Ingenieure unterstützen äthiopisches Waisenhaus

Zwei Ingenieure ohne Grenzen aus Nürnberg helfen bei der Sanierung einer Großküche in einem äthiopischen Waisenhauses.

21,03.2012 Addis Abeba: Problematische hygienische Zustände in der Küche des Waisenhauses Kidane Meret in Addis Abeba riefen die Ingenieure ohne Grenzen Christian Tews und Wolfgang Müller nach Äthiopien. Als Partner der Emirates Foundation und der deutschen Botschaft wurde Ingenieure ohne Grenzen e.V. mit dem Umbau und der Sanierung der Großküche betraut.

Nicht nur Ruß und Schimmel an den Wänden, veraltete Öfen, zu wenig Platz und mangelnde Belüftung waren die Probleme, mit denen das Personal des Waisenhauses zu kämpfen hatte. Auch eine bestehende Biogasanlage, die zusätzlichen Brennstoff für die Küche liefern sollte, war defekt.
Viel Arbeit also für die beiden Entwicklungshelfer. Doch anders als bei vielen anderen Projekten der Ingenieure ohne Grenzen e.V. konnte dieses Mal aus dem Vollen geschöpft werden. Die Emirates Stiftung und die deutsche Botschaft stellten großzügig Mittel bereit. Die Planungen für die Sanierung zogen sich über ein knappes halbes Jahr und Anfang März war es dann soweit.

Christian Tews und Wolfgang Müller flogen am 8. März für zehn Tage in die Hauptstadt Äthiopiens und machten sich an die Umsetzung ihres Projekts. Ein lokaler Bauunternehmer wurde beauftragt in den nächsten Monaten einen Erweiterungsbau zu errichten, die rußigen Öfen werden durch modernere (Rocket Stoves) ersetzt und die Biogasanlage wird saniert, alles nach Plänen der Nürnberger Ingenieure.

Wenn der Zeitplan gehalten wird, wird schon im Juni in der neuen Küche gekocht. Das bedeutet nicht nur, gesündere Mahlzeiten für die über 100 Kinder und das Personal, sondern auch erhebliche Kosteneinsparungen in der Zukunft, da die „Rocket Stoves“ deutlich weniger Brennstoff benötigen, der jetzt auch in Form von Biogas in Teilen vor Ort erzeugt wird. Damit haben die beiden Fachleute eine runde und nachhaltige Arbeit abgeliefert. Als Belohnung nahmen Christian Tews und Wolfgang Müller den Dank der Waisenhausleitung und Erinnerungen an strahlende Kinderaugen mit zurück nach Deutschland.

Die gemeinnützige Hilfsorganisation Ingenieure ohne Grenzen e. V. wurde 2003 von neun Ingenieuren und einem Volkswirt in Marburg gegründet, die Geschäftsstelle ist in Berlin. Hauptaufgabe ist die Planung und Durchführung von technischen Entwicklungsprojekten. Im Laufe der letzten Jahre entstanden so 26 Regionalgruppen in ganz Deutschland mit derzeit über 1.300 Fördermitgliedern. Wie vergleichbare Organisationen in zahlreichen Ländern ist der Verein Mitglied im Netzwerk von Engineers without Borders International.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *