Richtfest in Addis Abeba

01.06.2013 Addis Abeba – Die Bauarbeiten für das neue Küchengebäude des Waisenhauses Kidane Meret in Addis Abeba (Äthiopien) sind fast abgeschlossen. Zeit für Christian Tews, zuständiger Projektleiter bei den Ingenieuren ohne Grenzen, einmal mehr nach dem Rechten zu sehen und die nächsten Schritte zu veranlassen.

Schwerwiegende hygienische Mängel und der problematische Zustand vieler Einrichtungen des von den Maltesern unterhaltenen Waisenhauses riefen 2011 die Ingenieure ohne Grenzen der Regionalgruppe Nürnberg auf den Plan. Die Emirates Foundation, eine gemeinnützige Stiftung der Emirates Fluggesellschaft, hatte zuvor nach einem technischen Projektpartner gesucht und diesen schließlich bei den deutschen Ingenieuren gefunden. Seitdem betreuen Christian Tews und Wolfgang Müller aus der Regionalgruppe Nürnberg das Projekt.

Mit der Errichtung der neuen Küchengebäude ist ein erster Meilenstein geschafft und es wurde Zeit den aktuellen Stand zu begutachten und die nächsten Schritte einzuleiten. Während seiner Reise nach Addis Abeba gab es viel zu tun. Der Neubau musste in Augenschein genommen werden. Die vorhandene Biogasanlage wurde gründlich inspiziert, da deren Sanierung den nächsten Teilschritt des Projekts darstellt. Auch die maroden Leitungen für Wasser, Strom und Gas wurden unter die Lupe genommen. Klärende Gespräche mit der deutschen Botschaft, den Verantwortlichen der Emirates Foundation, den örtlichen Bauunternehmern und der Leitung des Waisenhauses füllten den Terminkalender zusätzlich, da man sich für die Zukunft viel vorgenommen hat.

So sollen ein weiterer Bau saniert, die veralteten Kocher und Öfen erneuert, eine Regenwassersammelanlage gebaut und die Belüftung der Küchen verbessert werden. Alle Arbeiten werden von örtlichen Handwerkern und Baufirmen nach Plänen der Ingenieure ohne Grenzen ausgeführt. Zu einem nächsten Termin vor Ort im September wird vieles bereits erledigt sein. Christian Tews Fazit nach seiner Rückkehr am Pfingstmontag ist dementsprechend positiv und der Blick ist schon auf den nächsten Meilenstein gerichtet: „Alles ist wirklich gut gelaufen, aber viel Arbeit liegt noch vor uns. Die Renovierung des 2ten Gebäudes wird jedoch noch viel Arbeit, Koordination und Geld erfordern. Mit der bisher geleisteten Arbeit der beauftragten Unternehmer bin ich sehr zufrieden. Vor allem da kleine Mängel gleich beseitigt werden konnten.“

Die Nürnberger Gruppe ist im Januar 2009 als neunte regionale Gruppe der deutschen Organisation in der Georg-Simon-Ohm-Hochschule gegründet worden. Sie besteht aus Ingenieuren und Studenten aus dem Großraum Nürnberg, Fürth, Erlangen und Bayreuth. Mehrere Arbeitsgruppen widmen sich den jeweiligen Projekten, beschäftigen sich etwa mit der konkreten Planung und zeitlichen Umsetzung. Andere Mitglieder kümmern sich um Öffentlichkeitsarbeit oder Fundraising. Die Nürnberger Gruppe, die derzeit 30 Mitglieder hat, trifft sich jeden letzten Mittwoch im Monat am Ohm (GSO), Kesslerplatz 12, Raum A202, zum Informations- und Erfahrungsaustausch. Bundesweit gehören mehr als 1.400 Menschen in derzeit 28 Regionalgruppen Ingenieuren ohne Grenzen e.V. an.

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